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Einzelraumregelung von Flächenheizungen mit nur 1 Thermostat

Einzelraumregelung von Flächenheizungen mit nur 1 Thermostat realisieren

Lesezeit: 4 Min

Anwendungsbeispiel mit 1x °CALEONbox, 1x °CALEON Controller, und 5 digitalen 1-Wire-Sensoren zur Einzelraumregelung einer Fußbodenheizung

Abbildung 1: Anwendungsbeispiel mit 1x °CALEONbox, 1x °CALEON Controller, und 5 digitalen 1-Wire-Sensoren zur Einzelraumregelung einer Fußbodenheizung

 

Eine Einzelraumregelung bewirkt Raum für Raum eine bedarfsgerechte Beheizung mit der jeweils passenden Wärmemenge. Neben dem Komfortgewinn kann die Einzelraumregelung zudem den Energieverbrauch senken. Sie ist daher in der aktuellen Energieeinsparverordnung EnEV 2014 fest vorgeschrieben.

 

Der Standard: Jede Heizzone mit eigenem Thermostat

Bei Flächenheizungen wird die Einzelraumregelung normalerweise dadurch erreicht, dass in jedem Raum ein eigenes Thermostat installiert werden muss. Hierbei handelt es sich oft um simple Bimetall-Thermostate, an denen die Soll-Temperatur nur per Augenmaß mittels Drehrad beeinflusst werden kann. Zudem erhält der Benutzer keinerlei Anhaltspunkte über die Ist-Temperatur.

Eine Meta-Studie der RWTH Aachen legt hingegen nahe, dass schon allein mehr Informationen den Verbraucher zu energiesparenderem Heizverhalten von bis zu 12% antreiben können. Für die Sichtbarkeit der Ist-Temperatur müsste das prinzipiell auch gelten. Nach dem Motto: die beste Flächenheizung kann letztlich nur so smart sein wie ihr Betreiber. Ein solches System ist somit in der Anschaffung günstig, bietet dafür aber lediglich die Basisfunktionalität. Über die Jahre könnten für Betreiber und Umwelt neben dem eher geringen Komfort zudem einige versteckte Kosten anfallen.

Ein anderer Weg ist die Installation eines Thermostates mit Display in jedem Raum. Hier kann in jedem Raum die Ist-Temperatur angezeigt, ein Energiesparmodus aktiviert, oder ein Zeitprogramm eingestellt werden. Für gut betuchte Kunden oder in gewerblichen Anwendungen kann das die optimale Lösung sein. Bei hochwertigen Thermostaten steigen jedoch schnell die Systemkosten in Höhen, die das Budget einiger Anwendungen übersteigt. Zudem besteht keine Möglichkeit, von einer Stelle auf alle Räume zuzugreifen. Zum Beispiel um vor einem Wochenendausflug nicht von Zimmer zu Zimmer laufen muss, um eine Absenktemperatur einzustellen.

Abbildung 2: Per Multi-Room-Feature von einem Thermostat alle Räume steuern

Per Multi-Room-Funktion mit nur 1 Thermostat jeden Raum einzeln steuern

Das °CALEONbox Regelsystem ist für die Einzelraumregelung von Flächenheizung und -kühlung ausgelegt. In jedem Raum ein eigenes Thermostat zu installieren ist ebenfalls möglich, aber lediglich eine von vielen Optionen.

Ebenso gut können passende Raumsensoren verbaut werden, die ihre Messwerte per digitalem 1-Wire-Bus an den °CALEON Controller übertragen, der als zentrales Bedienpanel für das gesamte Regelsystem fungiert. Hier wird per TFT-Display das System parametriert, die Ist-Werte aller Räume abgelesen und die Soll-Werte für jeden Raum individuell eingestellt. Somit bleiben die Systemkosten überschaubar und sowohl Handwerker als auch Endkunden erhalten eine komfortable Bedienung.

Multi-Room in gewerblichen Anwendungen

Für kommerzielle Installationen wie Hotels oder Büros ist das zentralisierte Raum-Management besonders sinnvoll, um alle Zimmer des Gebäudes im Blick zu haben. Dies ließe sich per Smartphone-App erreichen, sofern sie Zugriff auf alle Räume hat. Bei der °CALEON App ist das zum Beispiel gegeben.

In einigen gewerblichen Konstellationen ist der Einsatz einer App hingegen nicht ausreichend oder unpraktikabel. Für den Chef mag eine App optimal sein, jedoch verfügt beispielsweise ein Hausmeister eventuell gar nicht über ein geeignetes Diensthandy. In diesem Fall wäre das Multi-Room-Feature, also die Möglichkeit über ein zentrales Thermostat Zugriff auf alle Räume zu bekommen, besonders praktisch.

 

Modulares Baukastenprinzip lässt alle Kombinationsmöglichkeiten offen

Die erwähnten Anwendungen „1 Thermostat pro Raum“ und „1 Thermostat für alle Räume“ bilden lediglich die Endpunkte eines Spektrums. Ebenso gut kann es Anwendungsfälle geben, in denen einige Räume mit und andere ohne Bedienmöglichkeit ausgestattet werden sollen. Beispielsweise, um in jeder Etage mindestens 1 Bedienpanel verfügbar zu machen, um in Gästezimmern dem Gast eine Einflussmöglichkeit auf seine Raumtemperatur zu gewähren, oder um diese in Kinderzimmern eben nicht zu gewähren. Da °CALEON Controller und Room Sensors beliebig miteinander kombiniert werden können, sind alle Konstellationen möglich.

Auch die Raumsensoren selbst sind in vielen Varianten erhältlich und voll modular:

  • Aufputz oder Unterputz zur Integration in gängige Schalterprogramme von Gira, Merten oder Jung
  • Verdrahtet oder mit kabelloser Datenübertragung per WiFi
  • Reine Temperaturmessung oder Temperatur + relative Luftfeuchtigkeit zur Taupunktberechnung im Kühlbetrieb

Room Sensors 1-Wire für °CALEONbox Einzelraumregelung
Abbildung 3: Passende Raumsensoren mit 1-Wire-Bus: Aufputz, Unterputz und Unterputz mit WiFi-Übertragung

 

Für jede Anwendung die richtige Konfiguration

Die Heiztechnik ist ein Nachrüstungsmarkt, Heizsysteme und Kundenwünsche vielfältig. Wir haben daher auch unsere Einzelraumregelung darauf ausgelegt, sich den Gegebenheiten vor Ort bestmöglich anpassen zu können – ob mit einem, zwei oder vielen Thermostaten in einem System entscheidet der Kunde. Um die richtige Konfiguration für eine bestimmte Anwendung zu finden, schauen Sie doch mal in den °CALEONbox-Konfigurator.

Jonas Bicher

Über den Autor

Jonas Bicher ist seit 2013 Geschäftsführer bei SOREL.
Er mag innovative Ideen, Usability Design und softwarebasierte Technologien

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